Südamerika

Diamantina ist eine Stadt im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien mit rund 44.000 Einwohnern und liegt  284 km von Belo Horizonte entfernt. Sie besitzt insgesamt 14 Kirchen. Während der Kolonialzeit war Diamantina ein bedeutendes Kunst- und Handelszentrum.

  • Im 17. Jahrhundert wurden in Diamantina die ersten Edelsteine außerhalb Asiens gefunden. Unter dem Namen Arraial do Tijuco entstand es als Lager von Diamantensuchern.
  • 1727 verbreitete sich die Nachricht, dass in den Bergen der Serra do Espinhaço im Südosten Brasiliens Diamanten gefunden wurden. Glücksritter und Händler gründeten einen Ort und nannten ihn schlicht Diamantina. Bis 1810 wurden etwa drei Millionen Karat geschürft. Die Entdeckung reicherer Vorkommen in Südafrika führte dann zum Rückgang der Förderung um Diamantina. Heute erinnern die prachtvollen Barockbauten der Stadt an ihre Blütezeit
  • 1734 ließ sich die königliche portugiesische Diamantenverwaltung im Ort nieder, das auch Sitz der Demarcação Diamantina wurde.
  • Zwischen 1739 und 1771 war die Edelsteinsuche an private Schürfer vergeben, bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte sie seitdem unter staatlichem Monopol.
  • Die Entdeckung reicherer Diamantenvorkommen in Südafrika führte ab 1870 zu einem jähen Rückgang der Suchaktivitäten. Dies ermöglichte jedoch auch, dass die barocke Architektur der Stadt bis heute erhalten ist.

Ein harter und großer Brasilianer - Presidente Vargas

  • Dass die Brasilianer Feuer im Blut haben, weiß jeder, der schon Bilder vom Karneval in Rio de Janeiro gesehen hat. Dass die Erde auch eine Menge an funkelnden Diamanten und Edelsteine birgt, das wissen so viele nicht.
  • 1938 wurde im Bundesstaat Minas Gerais einen Diamanten von 726,6 Karat (das sind 145,52 Gramm) aus den Flussterassen des Rio San Antonio gezogen. Der Stein wurde zu Ehren des damaligen Presidenten auf den Namen "Presidente Vargas" getauft - derzeitig Platz neun der ewigen Rangliste der größten Diamanten der Welt.
  • 29 Juwelen wurden aus dem Rohdiamanten geschliffen - Vargas Nummer IV mit 28,03 Karat wechselte im Jahr 1989 für 781.000 US Dollar den Besitzer, Vargas VI mit 25.4 Karat wurde für 396.000 US-Dollar verkauft.

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© 2009 Diamanlabor Springe, Hinter dem Graben 7, 31832 Springe, erstellt am 23. Dezember 2009, letzte Änderung am Montag, 27. Februar 2012