• Mineral: Korund
    Varietät: Rubin in Muttergestein

23.06.2021 10:08

Prüfen von Edelsteinen

Dafür gibt es mehrere Vorgehensweisen, eine möchte ich hier gerne aufzeigen.

Diese hat sich bei uns im Labor bewährt, egal ob wir Einzelsteine oder mehrere Edelsteine untersuchen müssen. Der erste Weg führt uns immer an das Polariskop mit dem Konoskop.

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Ein Polariskop verwendet polarisiertes Licht zur Identifizierung von Edelsteinen. Es besteht aus zwei Polarisationsfiltern, einem oben und einem unten am Instrument. Sowohl der Polarisator als auch der Analysator haben ihre eigenen Schwingungsebenen. Wenn die Schwingungsebene des Polarisators im rechten Winkel zur Schwingungsrichtung des Analysators steht, bleibt das Feld zwischen ihnen dunkel. Diese Position wird als "gekreuzte Position" bezeichnet. In dieser Position können Edelsteine ​​getestet werden, um festzustellen, ob sie:

 

- isotrop; - anisotrop; - anomal doppelbrechend oder ein - anisotropes Aggregat sind.


Das Konoskop ist ein optisches Gerät zur Beobachtung der Interferenzfiguren bei doppelbrechenden Steinen; dazu dient ein Polariskop mit einer Zusatzlinse (= konoskopische Linse) unter der der Stein untersucht wird.

1. das isotrope oder kubische Mineral bleibt dunkel und unverändert.

2. das anisotrope oder doppelbrechende Mineral erzeugt ein 4 maliges Blinken des Steines während einer kompletten Rotation von 360°. Es ist nötig alle Minerale in verschiedenen Richtungen zu untersuchen.

3. das micro-kristalline Mineral bleibt permanent hell.

4. die inneren Spannungen (spannungs doppelbrechung) werden sichtbar. Wie Wolken huschen Sie über den Stein während einer Rotation. Damit bestimmen Sie z.B. synthetische Spinelle welche nach dem Verneuil Verfahren hergestellt wurden.

Achtung: gewisse Diamanten und Granate erzeugen einen vergleichbaren Effekt.